Rückblick | Flops 2019


Teil der letzten Jahresrückblickposts, die ich noch offen habe, sind meine jährlichen Tops- und Flops-Listen. Im letzten Jahr hatte ich eher ein mittelmäßiges Lesejahr. Es gab nur relativ wenige Bücher, die mich absolut begeistern konnten, aber auch nur relativ wenig Bücher, die ich so gar nicht leiden konnte. Außerdem habe ich es mir im letzten Jahr angewöhnt, Bücher schneller mal abzubrechen. Ich habe für mich einfach entschieden, dass ich meine Zeit nicht mit Geschichten verbringen möchte, die mir potentiell gefallen werden, als mich an welchen festzubeißen, wenn ich sowieso schon nicht so viel zum Lesen komme. 
Kommen wir nun also zu meinen Flops des vergangenen Jahres!

Ich habe die fünf Bücher herausgesucht, die mich im letzten Jahr am meisten enttäuscht haben, von denen ich am meisten angewiedert war oder die mich einfach zu Tode gelangweilt haben. Ich habe drei der Bücher nicht beendet.

Platz 5 belegt für mich leider Das Biest in ihm. Ich hatte zwar nicht erwartet, dass dieses Buch das beste sein würde, dass ich je gelesen habe, aber ich habe mir am Ende des Tages doch einfach mehr erwartet. Die Geschichte ist schwach, die Charaktere unsympathisch und irgendwie passt vieles auch einfach nicht mit der originalen Geschichte zusammen, was ich schade fand. Allgemein war ich einfach überwiegend gelangweilt.
Ich weiß noch nicht genau, ob ich mit den anderen Disney-Villian-Büchern fortfahren werde, ich muss wohl noch auf die eine oder adere Meinung von Menschen warten, die einen ähnlichen Lesegeschmack haben, wie ich.

Mit Platz 4 sieht es leider ähnlich aus, wie mit dem vorigen Buch. Zusammen sind wir unendlich von Melissa Keil mag eine nette Geschichte sein, aber einfach nicht mehr. Ich habe es - zugegeben - nach 50 Seiten oder so abgebrochen, aber ich habe es dreimal angefangen und kam einfach nie über diese Seitenzahl hinaus, weil mich die Protagonisten nicht interessierten, die Geschichte sehr 0815 war und allgemein nichts wirklich meine Aufmerksamkeit daran band.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir hingegen eigentlich ganz gut, weshalb ich vermutlich bei Gelegenheit noch einmal ein anderes Buch von ihr ausprobieren werde.
OMG, diese Aisling von Sarah Breen und Eher McLyslaght war eine zeitlang in aller Munde. Leider ist für mich das Cover mit Abstand das Beste an dem gesamten Buch, sodass nicht mehr, als Platz 3 der Flops 2019 drin ist. Aisling ist meiner Meinung nach einfach nur eine ignorante, nervige, egozentrische Protagonistin, die sich selbst aber als halben Engel ansieht. Ihre Erzählstimme hat mich in einer Tour die Augen rollen lassen und das einzige Mal, dass ich dachte, jetzt bekäme das Buch doch noch ein wenig Tiefe, war das ein paar Saiten später auch schon wieder vorbei. Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, was so viele an Aisling und ihrer Geschichte lieben...
Auf Platz 2 befindet sich für mich Sturmhöhe von Emily Brontë. Für unseren Reading Classics Buchclub las ich dieses Buch Anfang 2019 und ich habe damals schon nicht wirklich verstanden, worum es eigentlich geht (und habe dann auch bei 80% oder so abgebrochen) und jetzt kann ich mich ehrlich gesagt nur noch daran erinnern, dass irgendwann Gewalt gegen Tiere gewirkt wird. Allgemein fand ich den Inhalt einfach nur verwirrend, ich mochte den Schreibstil nicht und schon gar nicht die Charaktere. Sicher kann man jetzt wieder sagen, dass das der Zeit geschuldet ist, aber es gibt ja auch wirklich tolle historische Geschichten, demzufolge zieht dieses Argument nicht wirklich.
Demzufolge hätte es mich wahrscheinlich nicht wundern sollen, dass ich auch eine Art Neuerzählung von Sturmhöhe nicht mögen würde. Tatsächlich hat mir The Hurting von Lucy van Smit noch weniger gefallen, und ist demzufolge Platz 1 meiner Flops. Ich war schon von Anfang an so angewidert vom Verhalten einiger Charaktere, vom Umgang mit Tieren, der psychischen Gewalt und Verwahrlosung, die stattfindet... Und dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass es so richtig was zur Geschichte beiträgt. Ich habe das Buch schon nach relativ wenigen Seiten abgebrochen, vielleicht kommt das später, aber bis dahin war es in meinen Augen sinnlos.

Habt ihr einige dieser Bücher gelesen? Seid ihr vielleicht ganz anderer Meinung? Oder teilt ihr meine Abneigungen? 

Kommentare

  1. Hallo Mareike,

    nach den ganzen Positiv-Listen ist es sehr angenehm, auch mal eine Negativ-Liste zu lesen. Schade, dass dir im letzten Jahr so viele Bücher nicht gefallen haben. "Sturmhöhe" habe ich vor etwa zehn Jahren im Original gelesen und weiß auch noch, dass ich es schwer fand, in die Geschichte hinein zu finden und dass die Charaktere nicht einfach waren. Ich habe meine Probleme mit dem Buch aber auf die für mich damals noch teils schwierige Schreibweise und mein Alter geschoben. Ich werde es auf jeden Fall noch mal lesen, die Brontës möchte ich schon mal gelesen haben, auch, wenn ich zuletzt Jane Eyre abgebrochen habe.
    Über Aisling habe ich auch Lobeshymnen gelesen; mich interessieren Geschichte und Protagonistin aber auch nicht sonderlich. Das Marketing zum Buch fand ich aber ganz geschickt; man kam ja kaum an dem Titel vorbei.

    Viele Grüße und ein schönes neues Lesejahr!
    Jana

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    1. Hallo Jana,
      was Aisling angeht war ich ehrlich gesagt v.a. deshalb enttäuscht, weil ich eigentlich erwartet hatte, dass es mir wirklich gut gefallen würde. Es war mir vorgestellt worden als Buch mit einer starken, unabhängigen Protagonistin, die weiß, was sie im Leben will und sich nicht unterbuttern lässt, dabei aber unglaublich sympathische, liebevolle, großherzige und einfach wundervolle Person ist, die alles für ihre Familie und ihre Freunde tun würde. Das habe ich leider in keinster Weise so erlebt, eher im Gegenteil.
      Ich möchte auch defintiv noch mehr von den Brontës probieren, Sturmhöhe war aber leider einfach ein echter Satz mit X. Eigentlich mag ich alte, malerisch geschriebene Bücher immer ganz gerne, deswegen sollte es bei mir zumindest nicht unbedingt daran liegen...

      Liebe Grüße und ich wünsche auch dir viele spannende Geschichten dieses Jahr!
      Mareike :)

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  2. Hallo Mareike,
    leider hat mir Zusammen sind wir unendlich auch nicht so gut gefallen. Irgendwie bin ich damals nicht richtig in die Geschichte reingekommen. Auch konnte ich zu den Charakteren keine wirkliche Bindung aufnehmen.

    The Hurting hingegen habe ich verschlungen. Ich fand die Geschichte war mal etwas völlig anderes. Ich mochte die Spannung und ich habe noch lange nach dem Lesen über die Geschichte nachdenken müssen.

    Auch was Sturmhöhe angeht, sind wir uns einig. Ich wollte die Geschichte, weil sie in aktuellen Jugendbüchern erwähnt wurde, unbedingt auch lesen. Die Gedanken der Charaktere waren für mich so oft nicht nachvollziehbar. Die Stimmung war mir viel zu düster.

    Ein Buch, was auch sehr gehyped wurde und was mir gar nicht gefallen hat, war der erste Teil der Der Dunkle Turm-Saga von Stephen King. Es gibt einige Bücher des Autors, die ich verdammt gut fand. Aber, so gerne ich es auch mögen wollte: Ich fand diesen Reihenauftakt einfach nur schrecklich. Kennst du die Der Dunkle Turm-Reihe?

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo liebe Tanja!
      da scheinen wir ja einen recht ähnlichen Geschmack zu haben :) Dass es in so vielen Romanen immer wieder angepriesen wird, war tatsächlich auch einer meiner Gründe, weshalb ich Sturmhöhe lesen wollte. Im Nachhinein habe ich keine Ahnung, warum Catherine und Heathcliff immer wieder mit Darcy und Lizzy oder anderen der "großen Liebespaare" verglichen werden. Abgesehen davon, dass das meiner Meinung nach wenn überhaupt eine sehr, sehr gruselige Art von Liebe war, konnte ich weder ihre Charaktere, noch ihre Beziehung irgendwie greifen...

      Ich freue mich aber, dass dir The Hurting gefallen hat. Meine Meinung (zumindest erscheint mir das so) ist ja auch eher eine Minderheit, zumindest kenne ich viele, denen es wirklich gut gefallen hat. Aber irgendwie... War es einfach nichts für mich.

      Tatsächlich habe ich noch nie etwas von King gelesen... Ich habe das zwar schon hin und wieder empfohlen bekommen, aber irgendwie reizt mich so wenig an seinen Büchern, auch wenn da sicherlich großartige dabei sind! Diese Reihe kenne ich daher leider nur vom Hören-Sagen. Aber ja, ich habe auch deutlich öfter gehört, dass sie gut sein soll. Ehrlich gesagt bin ich immer schon fast ein bisschen beruhigt, wenn mir jemand sagt, dass er ein gehyptes Buch nicht mochte, weil ich dann zumindest potentiell nicht damit allein da stünde :D

      Liebe Grüße,
      Mareike

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  3. Uuuuh, eine Flop-Liste!

    Ich habe bis auf "Sturmhöhe" keins der Bücher gelesen. Aber wir waren uns bei dem Buch auch alle einige, dass alle protagonisten ein paar Probleme haben, um es milde auszurücken ;-) Ich kann mich tatsächlich noch gut die Charaktere erinnern, weil ich selten so viel Drama und Gewalt in einem Klassiker gelesen habe.

    Zu "Das Biest in ihm" habe ich ein paar Rezis gelesen und alle waren von der bewertung her Mittelmaß. Schade, dass man aus den geschichten nicht mehr raus geholt hat.

    Liebe Grüße
    Tina

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