Potterheads | Hogwarts Haus Empfehlungen - Gryffindor


Mr und Mrs Dursley im Ligusterweg Nummer 4 waren stolz darauf, ganz und gar normal zu sein, sehr stolz sogar.

Mit diesen Worten erblickte auch in Deutschland der Junge, der überlebte, das Licht der Welt. Und das vor nun 20 Jahren. Unglaublich, zumal ich damals noch nicht mal ein Jahr alt war. Seitdem hat sich unfassbar viel verändert und ich bin sehr glücklich, dass ich inzwischen fast alle meiner Freunde mehr oder weniger direkt über Harry Potter kennengelernt habe. 
Im Rahmen dieses großen Jubiläums möchte ich in diesem Jahr eine Potterhead-Reihe an Posts für euch starten. Dafür plane ich bereits seit einer Weile und wann wäre ein besserer Zeitpunkt, als heute. Habt ihr schon den brandneuen Trailer gesehen? Was sagt ihr dazu?

Heute kommt also mein erster Potterhead-Post. Dieser steht unter dem Motto
Buchempfehlungen für Gryffindors

Vielleicht kennt ihr bereits solche Reihen. Aufgrund der Qualitäten, die den einzelnen Hogwartshäusern bzw. ihren Mitgliedern zugesprochen werden, möchte ich euch einige Bücher, die ich sehr mag, vorstellen. Gryffindor ist für mich natürlich durch Mut und Stärke charakterisiert, aber auch durch sein Motto "Do what is right."

Cornelia Funkes Reckless passt nicht nur vom Namen her perfekt zu Gryffindor, sondern v.a. auch, was seine Protagonisten angeht. Jacob Reckless ist sehr selbstbewusst und mutig, teilweise aber auch ein wenig leichtsinnig und unbedacht. Damit trifft er ziemlich die Eigenschaften, die auch Harry kennzeichnen. Cornelia Funke schafft es bekannte und unbekannte Märchen mit einer ganz eigenen fantastischen Welt zu verbinden. Reckless ist eine meiner liebsten Buchreihen überhaupt und umso mehr möchte ich sie (wenn auch nicht nur) jedem Gryffindor ans Herz legen.
Ein ganzes halbes Jahr ist wahrscheinlich ein Buch, dass man entweder liebt, oder hasst. Ich bin definitiv in der ersten Gruppe. Lou lernt für einen Job den an den Rollstuhl gefesselten Will kennen. Dieser ist mit seiner Situation sehr unzufrieden, was er auch an anderen auslässt, besonders an Lou. Doch mit der Zeit kommen sie sich näher. Wichtige Themen in diesem Buch sind aber auch Depression und aktive Sterbehilfe. Genauso wie Lou, ist es von der Autorin wirklich mutig, diese Themen in einem Roman anzusprechen. Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, was wichtig und richtig ist.

Eine spezielle Art von Mut zeichnet auch die Charaktere aus Salz für die See aus. Dieses Buch, in dem es um die Flucht aus Ostpreußen in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs geht, ging mir wirklich unter die Haut. Es stellt infrage, was wir als gut und böse betrachten, was richtig und was falsch ist, wem man vertrauen kann und warum. Selten konnte mich ein Buch so bewegen, obwohl ich so verschlossene Protagonisten hatte. Auch, wenn ich nicht alle der Figuren nach Gryffindor sortieren würde, zeichnen sie sich durch eine besondere innere Stärke aus, in einer Situation, in der viele Menschen diese wahrscheinlich schon verloren hatten.

Um die Genre-Mischung noch ein wenig weiter zu treiben, habe ich als nächstes Jane Austens Stolz und Vorurteil herausgesucht. Nicht nur halte ich Jane Austen für eine Hermine Granger ihrer Zeit, ich bin auch der festen Überzeugung, dass Elizabeth Bennett eine Gryffindor hätte sein können. Sie weiß, was sie will, setzt es mit einer Stärke durch, die für Frauen ihrer Zeit absolut untypisch ist und bietet denen Paroli, die sie in ihrer Position, aus welchen Gründen auch immer untergraben wollen. Trotzdem ist sie manchmal ein wenig voreilig mit (Vor-)Urteilen und überdenkt nicht alles bevor sie es tut, sondern ist intuitiv. Eben wie eine Gryffindor.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich gar nicht genau sagen, warum auch Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken für mich in die Kategorie Gryffindor-Buch fällt. Aber intuitiv passte es für mich einfach hierher. Vielleicht liegt es daran, dass  die Protagonistin Aza trotz ihrer Angststörung eine sehr starke Person ist. Sie weiß, dass ihre Ängste absolut irrational sind. Auch, wenn sie im Moment trotzdem noch nicht dagegen ankommt, finde ich es schon ziemlich stark, dass sie aktiv versucht, ihren Zustand zu verbessern, auch wenn das nicht so einfach ist. Ja, das ist keine besonders befriedigende Erklärung, aber irgendwie gehört es für mich einfach hierher.


Das waren sie auch schon, meine ersten Hogwarts-Haus basierten Buchempfehlungen für euch. Ich hoffe, dieses Format hat euch gefallen, die kommenden Posts sind schon in Planung. Und was wären denn eure Gryffindor-Empfehlungen? Stimmt ihr meinen Zuordnungen zu?

Kommentare

  1. Liebe Mareike,

    eine tolle Idee. Da mich die Gryffindor People nicht so interessieren, freue ich mich schon auf die Ravenclaw und Slytherin Vorstellungen.

    Liebst,
    Jule

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Jule :)

      Slytherin wird wahrscheinlich als letztes kommen, weil ich wirklich sagen muss, dass mir das am schwersten fällt. Ich habe zwar einige Bücher zusammen, bei denen ich denken "Das ist definitiv Slytherin", aber bei den anderen Häusern fiel es mir doch erheblich leichter.Ich versuche aber mal so bald wie möglich den nächsten Beitrag zu schreiben.

      Liebe Grüße,
      Mareike

      Löschen