Carlsen-Adventskalender | Das 7. Türchen


Es wird kälter und gefühlt gar nicht mehr richtig hell... Das kann nur eines bedeuten: Der Dezember ist da und er hat einen Adventskalender im Gepäck, der euch hoffentlich gemütlich durch die Zeit bis Weihnachten bringt.
Ich freue mich riesig, dass wir auch in diesem Jahr einen tollen Blogger-Adventskalender für euch auf die Beine stellen konnten und begrüße euch nun bereit zu Türchen Nummer 7! Ich habe vor einiger Zeit die wundervolle Dianne Touchell treffen dürfen und möchte euch ein wenig von ihr und ihren Büchern erzählen. Am Ende wartet natürlich wieder eine Gewinnchance auf euch!
Dianne Touchell, geboren 1966 in Fremantle (Western Australia), fand in diesem Jahr zum ersten Mal ihren Weg in mein Bücherregal. Mit Zwischen zwei Fenstern aus dem Königskinder Verlag schaffte sie es mich in einen seltsamen Konflikt zwischen "Was zum Teufel ist das bitte für ein Buch, will ich das eigentlich lesen?" und "Keine Ahnung wie sie es schafft, dass eigentlich fast nichts passiert und ich trotzdem total gebannt bin." zu bringen. Es war mit Sicherheit eines der eigenartigsten Bücher, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe und hat mich noch neugieriger werden lassen, als ich erfuhr, dass ein weiteres ihrer Bücher im letzten Programm der Königskinder erscheinen würde.


In Foster vergessen geht es um den jungen Foster, dessen Vater an einer frühen Form von Alzheimer erkrankt. Ist es am Anfang noch lustig, dass Papa irgendwie tüdelig wird und bei Gesprächen mit Geschäftspartnern versehentlich seine Geschichtenerzählerstimme verwendet, wird es doch immer und immer seltsamer. Außerdem erklärt keiner dem Kind, was da eigentlich vor sich geht.
Die Geschichte hat mich durch ihre Schlichtheit sehr berührt. Man fühlt sich als Leser geradezu selbst in die Lage von Foster versetzt, fühlt sich hilflos und ist stellenweise verwirrt oder verärgert. Diese Gefühle beim Lesen in mir auszulösen, ist tatsächlich gar nicht so leicht. Umso mehr freute ich mich, als ich erfuhr, dass Dianne Touchell zum Internationalen Literaturfestival nach Berlin kommen sollte. Ich besorgte mir also ein Ticket für eine Lesung und Gespräch zu Foster vergessen und fieberte dem Tag ein wenig entgegen.

Im Gespräch erfuhr ich, wie es dazu kam, dass Dianne Touchell eine so großartige Umsetzung einer so furchtbaren Krankheit gelingen konnte: Sowohl ihre Mutter, wie auch ihre Großmutter hatten Alzheimer gehabt und sie, auch als Erwachsene, hatte sich nicht selten in Situationen wiedergefunden, die teilweise genau so passiert waren.
Wer das Buch gelesen hat, kann sich sicher an die Szene bei einer Taufe in der Kirche erinnern. Genau das, was dort geschildert wird, erlebte sie als junges Mädchen. Ich konnte das gar nicht richtig glauben und so musste ich, als die Fragerunde geöffnet wurde einfach nachfragen, wie es in diesem Falle für sie gewesen war, das Buch zu schreiben. War es eher eine Befreiung? Oder eher bedrückend in die alten, sicher auch unschönen Erinnerungen eindringen zu müssen?
Sie sagte sinngemäß: 
Es war ein Mix aus beidem, Fluch und Segen zugleich. Es war definitiv eine schmerzhafte Erfahrung über Erlebnisse zu schreiben, die mich einfach wütend gemacht haben und die ich nicht verstanden habe. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich meiner Oma und meiner Mutter dadurch näher gekommen bin.

Sie betonte während des Gesprächs auch immer wieder, wie wichtig es sei, dass man auf Angehörige, die an Alzheimer oder ähnlichem erkranken, auch mal wütend sei. Dass man wütend und verzweifelt sein darf, solange man sich immer noch daran erinnert, dass sie meistens nichts dafür können. Man solle darauf achten, auch seine eigene mentale Gesundheit im Auge zu behalten.

Ich war von diesem Gespräch unglaublich beeindruckt. Sie sprach offen über ihre eigene Angst, selbst zu vergessen und gab gleichzeitig so viel Mut für Menschen in Situationen, wie der von Foster. 

Ein weiteres Highlight war dann natürlich, dass sie mich von meinem Königskinder-Paten-Foto wieder erkannte! Daraufhin wurde ich von vielen Menschen angesprochen, die teilweise aus ihren Recherchen für Veranstaltungen wie das Internationale Literaturfestival Reading Penguin kannten! Ich kann das ehrlich gesagt noch immer nicht glauben, aber sollte das auch nur einer von euch lesen: Großes Dankeschön!

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Kommen wir nun zum Gewinnspiel, denn natürlich könnt ihr auch heute wieder für ein tolles Carlsen-Überraschungspaket in den Lostopf hüpfen!
Beantwortet mir dafür folgende Frage:

Dianne Touchell zu treffen war für mich definitiv ein Highlight in einem recht guten Jahr. Welche Begegnung wird euch nicht so schnell aus dem Gedächtnis entschwinden und warum?


Teilnahmebedingungen:
  • Um teilzunehmen kommentiere täglich unter den jeweiligen Beiträgen, für jeden Kommentar erhält du ein Los, so kannst du am Ende bis zu 24 Lose sammeln.
  • Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich und mit Wohnsitz in Deutschland möglich. Solltest du unter 18 sein, dann benötigst du das Einverständnis eines Erziehungs- oder Sorgeberechtigten.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Gewinner oder die Gewinnerin einverstanden, öffentlich auf den teilnehmenden Blogs und den zugehörigen Social Media-Accounts mit Namen genannt zu werden.
  • Die Gewinne werden vom Carlsen Verlag gesponsert. Der Versand erfolgt über den Carlsen Verlag, daher erklärt ihr euch mit Teilnahme damit einverstanden, dass im Gewinnfall eure Adresse an den Carlsen Verlag weitergegeben und ausschließlich für den Buchversand genutzt wird.
  • Eure Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach Versand des Gewinnes endgültig gelöscht.

Vielen, vielen Dank an den Carlsen Verlag für die Unterstützung und Mitausrichtung dieses Kalenders! Hier seht ihr noch einmal alle Teilnehmerinnen (mit ihren ersten Posts), schaut unbedingt bei ihnen vorbei:

Tag 1: The Book Dynasty   |   Tag 2: Stellette reads   |   Tag 3: Trallafittibooks   |   Tag 4: Der Papierplanet   |   Tag 5: Letterheart   |   Tag 6: hey it's Kuecki   Tag 4: Reading Penguin   | Tag 8: Piglet and her Books

Kommentare

  1. Hallo und danke für das tolle Gewinnspiel 😊

    Ich habe in Berlin mal Sebastian Fitzek getroffen, es war großartig 😍 Er ist nicht nur ein toller Schriftsteller sondern auch ein toller Mensch 😊

    Liebe Grüße
    Janine Pelz

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  2. Ich durfte im Juni die berühmte Kinderbuchautorin Kirsten Boie treffen. Von allen Interviews, die ich bisher für meinen Blog gemacht habe, war es das beeindruckenste, denn Kirsen Boie ist einfach eine tolle Frau. Sie weiß quasi zu jedem Thema etwas zu sagen. Dabei spricht sie so, wie auch ihre Bücher geschrieben sind: Total verständlich und jeder Satz ist druckreif. Sie strahlt eine gewisse Autorität aus, ist gleichzeitig aber unglaublich freundlich und zugewandt... Diese Begegnung werde ich nicht vergessen...��

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  3. Hi:) mir wird die Begegnung mit Sebastian Fitzel nicht aus dem Kopf gehen. Ich habe ihn im November auf einer Lesung getroffen und er ist mein absoluter Lieblingsautor, ich wollte ihn schon auf der Buchmesse treffen, aber da war ich leider im Urlaub :(

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  4. Ich habe als Kind Mal Tilman Röhrig getroffen. Ich mochte Wenn Tina brüllt super gerne und das war für mich ein echtes Erlebnis. Ich war so nervös und schüchtern 😂

    Liebe Grüße,
    Wayland

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  5. Bisher habe ich nur auf der FBM und beim Drachenfest Autoren getroffen. Ich finde es immer sehr schön, sie mal in natura zu erleben.

    Liebe Grüße

    Daniela Schubert-Zell

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  6. Ich habe Cassandra Clare bei einer Lesung getroffen, das war einfach ein einzigartiger Abend <3.

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  7. Huhu! :)

    Ich bin endlich mal über den großen Teich geflogen und habe meine Familie in Kanada kennen gelernt. Das werde ich natürlich nie im Leben vergessen. ♥

    Liebe Grüße
    Lena

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