Rezension | Penguin Bloom


Penguin Bloom (Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete) | Cameron Bloom und Bradley Cooper |  Knaus Verlag | HC | 208 Seiten | 19,99€ | ✼✼✼✼✼

Bild gemacht von meiner Schwester. Fragt mich nicht, was das für ein Hintergrund ist :D


Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch. Sam Bloom, eine junge Frau, ist mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen im Urlaub, als das unfassbare passiert: Sie lehnt sich an ein Holzgeländer, das gibt nach und sie fällt mehrere Meter tief auf harten Grund. Man kann sich wohl ausmalen, wie schlimm ein solches Szenario ist. Sam hat zumindest soweit Glück, dass sie überlebt, allerdings mit sehr schweren Wunden und tiefen Verletzungen. Einige heilen, andere - wie ihr gerissenes Rückenmark - bleiben irreversibel geschädigt. Die zuvor so fitte, aktive Sam muss nun lernen ein völlig neues Leben zu führen. Gekettet an den Rollstuhl verliert sie immer und immer mehr die Lebenslust und selbst ihre kleinen Söhne, schaffen es häufig nicht sie wieder richtig aufzuheitern.
Und dann kommt Penguin. Penguin ist ein schwarz-weißer Vogel (daher der Name), der eine gewisse Ähnlichkeit mit einer unserer heimischen Elstern hat. Penguin ist aus ihrem Nest gefallen und Familie Bloom nimmt sich ihrer an. Zusammen versuchen sie sie aufzupäppeln und ihr Gutes zu tun und dabei wird immer deutlicher, wie sehr die Familie genau das gebraucht hat: Jemand, der Liebe bedingungslos hinnimmt und ebenso zurück gibt. Mit der Zeit wird nämlich immer deutlicher, dass Penguin Sam aus ihrer Krise ein wenig herauszieht. Geht es der einen schlecht, kümmert sich die andere um sie. Auf diese Weise gelangt Sam zu neuer Zuversicht, stellt sich neuen Aufgaben und wagt es, ihr neues Leben Stück für Stück anzunehmen.
Was wie eine kitschige Geschicht klingt, die sich ein Schnulzenromanautor ausgedacht hat, ist absolut wahr! Penguin ist ein wahrlich einzigartiger Vogel und wenn man sich die fantastischen Fotos auf jeder Seite besieht, hat man wohl nicht selten das Gefühl, dass Penguin gar kein echter Vogel sein kann, sondern viel mehr ein verkleideter Mensch ist. Sie zeigt völlig vogeluntypisches Verhalten, scheint sich dabei aber so wohl zu fühlen, wie es Bilder nur zeigen können.
Das Buch endet mit einem emotionalen Brief von Sam, der sich vor allem (aber nicht nur) an Patienten und Angehörige mit ähnlichen Erfahrungen (also ein plötzlicher Schlag und der Patient sitzt im Rollstuhl) richtet. Dabei geht sie auch darauf ein, wie wichtig die medizinische Forschung ist, die nicht zuletzt daran arbeitet, Rückenmarksschädigungen kurieren zu können.
Penguin Bloom hat mich wirklich sprachlos zurück gelassen. Es ist ein sehr emotionales Buch, mit einmaligen Fotografien und dem Geist eines kleinen Vogels, der große Veränderungen brachte. Ich kann nicht beschreiben, was für ein besonderes Buch dies ist und wenn ich mir die Zeilen oben durchlese, wird das ganz und gar nicht dem gerecht, was ich beim Lesen empfunden habe, aber ich kann euch nur ans Herz legen, diese Erfahrung selbst zu machen!
Fazit
Ein Buch, voller Bedrückung und Schmerz, Hoffnung und Glück. Worte können dem nicht gerecht werden, doch da nicht nur die Geschichte der Familie Bloom, sondern auch die Aufmachung dieses Werks einen zweiten Blick wert ist, solltet ihr es definitiv lesen, jeder von euch!

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Vielen Dank an den Knaus Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Rezension | The Sun is also a Star


The Sun is also a Star | Nicola Yoon | Dressler | HC | 400 Seiten | 19,99€ | ✼✼✼✼✼ + ✼

Klappentext
Tatsache ist: Ich glaube nicht an Magie. Tatsache ist, wir sind magisch.
Als Daniel und Natasha sich zufällig in New York kennenlernen, verknallt Daniel sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Doch Natasha glaubt nicht an so etwas Albernes wie Liebe auf den ersten Blick. Daniel setzt alles daran, sie davon zu überzeugen, dass das, was sie spüren, wirklich Liebe ist. Ihm bleibt dafür nur ein einziger Tag - denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden. So viele Dinge mussten geschehen, so viele Zufälle passieren, damit ausgerechnet diese beiden zu genau dieser Zeit an genau diesem Ort aufeinandertreffen. Kann es da wirklich sein, dass das Schicksal ihnen nur einen einzigen Tag schenkt?
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch geliebt!
So, nun zum etwas differenzierteren Teil: Dies war mein erstes Buch von Nicola Yoon, denn leider habe ich Du neben mir bisher noch nicht gelesen. Demzufolge hatte ich keine Vergleichsmöglichkeit und eigentlich hatte ich, als ich das Buch zu lesen begann nicht einmal eine Ahnung, worum es überhaupt ging. Eine amerikanische Booktuberin die ich sehr mag, hat es einem jedoch gerade zu aufgezwungen, da sie es so toll fand und so musste ich mir einfach meine eigene Meinung zu Nicola Yoon, ihrem Schreibstil, ihrer Geschichte und ihren Figuren bilden.


Der Schreibstil hat mich von Anfang an überzeugt. Auf der einen Seite schreibt die Autorin sehr simpel, leicht und schnell zu lesen. Auf der anderen Seite finden sich so viele Stellen, die gerade zu poetisch anmuten und dem Buch eine Tiefe geben, die die Handlung noch unterstützt. Denn auch, wenn es eine süße Liebesgeschichte ist, die wir hier zu lesen bekommen, ist dieses Buch mehr, als ein x-beliebiges Middle Grade Buch. Thematisiert werden Diversität, kulturelle Diskrepanzen, die Frage danach, was Heimat bedeutet, politisch aktuelle Themen wie Abschiebung und der Wunsch auf eine bessere Zukunft. Das Buch berichtet von Träumen, erfüllten und unerfüllten, von Emotionen jeder Art, von Hoffnung, Freundschaft, Einsamkeit, Familie (und zwar alle Facetten) und natürlich von der Liebe. Diese Vielfalt war es, die mich wirklich fasziniert hat und nicht zuletzt auch die Art, wie Nicola Yoon Geschichten verwebt. So finden sich immer wieder einzelne Kapitel, die Hintergründe von Nebencharakteren erläutern oder wissenschaftliche Erkenntnisse erläutert und gewissermaßen auf die Geschichte anwandeln. So etwas kann ganz schnell mal in die Hose gehen, doch Nicola Yoon hat es in meinen Augen wirklich großartig gelöst!
Auch - und vor allem - die beiden Protagonisten sind mir ganz ganz doll ans Herz gewachsen. Natasha tickt in vielen Dingen genauso wie ich und so fiel es mir so leicht wie wirklich selten, mich voll und ganz in einer Figur zu verlieren. Sie ist ein wunderbar warmherziger Mensch, der schon einiges in seinem Leben durchmachen musste. Dadurch hat sie sich gewissermaßen einen Panzer zugelegt und sich in das geflüchtet, worauf sie sich verlassen kann: Zahlen, Daten, Fakten und Naturgesetze. Sie ist (zumindest auf den ersten Blick) kein besonders romantischer Mensch. Somit ist sie das genaue Gegenteil von dem Frauen-/Mädchenbild, was in vergleichbaren Büchern häufig vermittelt wird. Ihr ist es wichtig, eine gute Karriere zu ergreifen, Ziele zu verwirklichen, etwas im Leben zu erreichen. An die Liebe denkt sie eher weniger und schon gar nicht in einer solchen Priorität, wie es in Jugendbüchern bei Protagonistinnen sonst der Fall ist.
Auch Daniel ist anders, als andere Charaktere in diesem Alter. Man könnte fast behaupten, dass die beiden die typischen Plätze einfach getauscht haben. Er möchte am liebsten Dichter werden (sehr zum Missfallen seiner Eltern, die ihn als Mediziner sehen wollen), ist ein hoffnungsloser Romantiker und glaubt an all das, an das Natasha nicht glaubt: Schicksal, Liebe und besonders an die Liebe auf den ersten Blick und so setzt er alles daran, Natasha für sich zu gewinnen. Dabei ist er ein so wunderbarer Mensch, dass ich mich gleich mit Natasha in ihn verliebt habe :-)


Fazit
The Sun is also a Star ist ein Buch, das nicht nur durch seinen wunderbaren Schreibstil und die wechselnden Perspektiven besticht, sondern v.a. durch Protagonisten mit viel Identifikationspotanzial außerhalb der klischeebelasteten Positionen, Charme und Humor. Und nicht zuletzt dadurch, dass aktuelle und zeitlose Themen aufgegriffen und perfekt in die Geschichte integriert werden. So bleibt es bis zum Ende hin spannend, emotional und einfach wunderbar.

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Ein großes Dankeschön an den Oetinger Verlag und die Netzwerk Agentur Bookmark für dieses Rezensionsexemplar!

Aktion | Mein erster und dringend fälliger REZIDAY



Heute ist er da: Der erste Reziday auf diesem Blog und ich bin froh, es endlich zu schaffen, denn einige Bücher warten schon Ewigkeiten darauf, eine vernünftige Bewertung zu bekommen!
Der Reziday wurde von Jule ins Leben gerufen und ihr könnt euch auf eine kleine Flut von Beiträgen bei mir gefasst machen. :D Mehr Infos zu der gesamten Aktion findet ihr hier!

Leider bin ich gestern glorreich durch meine Prüfung gefallen, weshalb ich die Rezensionen nicht heute schreibe (und ihr das ganze gerade zu Live-Ticker-mäßig verfolgen könnt), sondern bereits gestern verfasst habe. Heute werde ich wieder viel lernen und meine grauen Zellen bemühen mehr aufzunehmen ;-)
Da die Rezensionen für heute aber schon fertig sind, könnt ihr (ab der angegebenen Zeit) die entsprechenden Posts lesen und gelangt direkt über die Links unten zu den entsprechenden Beiträgen!
Leider habe ich nicht ganz so viele Rezensionen geschafft vorzubereiten, wie ich eigentlich wollte, aber der nächste Reziday kommt bestimmt :D

Na dann: Los geht's! Ich freue mich natürlich sehr, wenn ihr Lust habt den einen oder anderen Kommentar dazulassen ;-)


Rezensionen

Leseplanung | TBR im Juni

Fast einen Monat sind wir nun schon wieder im letzten Monat des ersten Halbjahres angekommen... So vergeht die Zeit. Ich weiß, dass ich in letzter Zeit ein bisschen inaktiv bin, das wird sich aber glücklicherweise bald wieder ändern können. In der Zwischenzeit hat sich nämlich schon ein ganzer Stapel an Büchern gebildet, die rezensiert werden wollen. Deswegen wird es (als kleine Ankündigung) in der nächsten Woche einen Rezi-Day geben, wie ihn Jule ins Leben gerufen hat.


Mehr dazu dann in der kommenden Woche. Auch wenn ich recht wenig Zeit hatte, war der Mai für mich ein unglaublich bücherreicher Monat und so soll es natürlich gerne im Juni weiter gehen! Also, genug der Vorrede: Hier kommt meine Leseliste für den Juni:


Leseplanung Juni:

Chosen
The One
Water & Air

Wie Schnee so weiß
Die vier Farben der Magie

Holmes und ich (Unter Verrätern)
Die Märchen der Gebrüder Grimm

1/7 gelesen

Diese sieben Bücher möchte ich unbedingt schaffen in diesem Monat, gerne auch noch andere zusätzlich. Das Märchenbuch ist vielleicht eine etwas ungewöhnliche Wahl, aber beim Lesen von Wie Schnee so weiß ist mir aufgefallen, wie viele Details aus den Märchen ich gar nicht mehr so genau kenne. Und dann hat mein Opa mir mein absolutes Lieblingsmärchenbuch geschenkt, aus dem er mir früher immer vorgelesen hat, wenn das kein Omen war ;-) Deswegen werde ich versuchen jeden Abend in den nächsten Wochen ein Märchen zu lesen.

Kennt ihr bereits eines oder mehrere der Bücher? Wenn ja, wie fandet ihr sie? Und was sind für diesen Monat eure absoluten Must-Reads?

Liebst,
Mareike

GSC | Schätze im Mai


Schon wieder ein Monat vergangen... Irgendwie rast die Zeit wirklich nur so vor sich hin, was?
Der letzte Monat war, was Bücher angeht ziemlich ertragreich, dazu dann auch noch ein extra Post, heute aber zeige ich euch zumindest schon mal, welche Zitate mich überzeugt haben :-) Ein Zitat wird noch nachgereicht werden, gleich übermorgen ;-)

"'Ihr sagt nie, was ihr wirklich denkt. Euer Gehirn funktioniert wie ein hoch entwickeltes Übersetzungsprogramm, das Faktoren wie Körperhaltung, Mimik, Tonfall und außensprachlichen Kontext berücksichtigt, sonst würde keiner von euch den anderen je verstehen.'"
- Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums, Sarvenaz Tash, Magellan, S. 83

"'Wer nicht an Magie glaubt, wird sich niemals finden.'"
- Nova und Avon (Mein böser, böser Zwilling), Tanja Voosen, Carlsen, S. 132

Auch, wenn ich wirklich einige Bücher zu lesen geschafft habe, Zitate waren diesen Monat nicht allzu viele dabei. Aber hey, es geht ja um Klasse, nicht um Masse, richtig?!

Und nun: Eure Zitate, liebe Mitsucher ;-)

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