Sammelrezension | Izara und Der Bücherdrache


Izara. Das ewige Feuer | Julia Dippel | Planet! Verlag | HC | 544 Seiten | 16,00€ | ✼✼✼✼()

Klappentext
Geheime Organisationen und eine verbotene Liebe. Ari hält sich für ein ganz normales Scheidungskind: Sie lebt bei ihrer labilen Mutter, verabscheut ihren reichen Vater und jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können. Boch all ihre durchschnittlichen Sorgen rücken schlagartig in den Hintergrund, als übernatürliche Wesen versuchen, sie zu töten. Einer von ihnen ist Lucian, der den Ari als Tochter seines Erzfeindes ganz weit oben auf der Abschussliste steht. Als er jedoch erkennt, wie sehr er sich getäuscht hat, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche nach Antworten. Vor ihnen tut sich ein Abgrund aus Intrigen, Verrat und Machtspielen einer verbotenen Gesellschaft auf, in der Ari ihren Platz finden und vor allem überleben muss.

Meine Meinung:

Izara dürfte seit einer ganzen Weile mal wieder eines dieser Bücher gewesen sein, bei dem ich nur so mittelmäßige Erwartungen hatte und dann aber zu meiner Freude sehr überzeugt wurde. Es ist das erste Buch, das ich von Julia Dippel gelesen habe und schon auf den ersten Seiten habe ich mich in ihren Schreibstil und ihren Humor verliebt. Sie hat so eine Leichtigkeit in Dialogen drin, dass ich sofort abnehme, dass dieses Gespräch genau so ablaufen könnte... Vorausgesetzt natürlich es gibt diese Wesen und Dämonen wirklich. (Auch, wenn ich nicht sicher bin, ob ich wirklich alle davon in dieser Welt wissen will...)
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Charaktere nicht alle nach dem Schema F eines YA Fantasy-Romans gestaltet wurden (auch, wenn der Klappentext das ein bisschen vermuten lässt). Auch, wenn hier und dort durchaus bekannte Muster herauskommen, macht sie diese zu ihrer ganz Eingenen Geschichte und schafft es dabei, dass sogar Bösewichte charmant wirken. Und was ich gerade bei diesen mag: Sie sind nicht wie sie sind, weil das eben so ist. Irgendwie steckt hinter jedem mehr, als es im ersten Augenblick scheint und sowas wirkt für mich immer viel überzeugender!
Fazit
Insgesamt ist Izara. Das ewige Feuer nicht nur ein toller Auftaktband, sondern ein wirklich ganz besonderes magisches Leseerlebnis. Ich denke, dass für die kommenden Bände durchaus noch ein bisschen Luft nach oben ist, aber auch nicht allzu viel. Ich freue mich schon sehr darauf. 
Auf jeden Fall kann ich es als leichtere Fantasy empfehlen!

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Andere Meinungen zu diesem Buch
Frau Trallafitti | Letterheart




Der Bücherdrache | Walter Moers | Penguin Verlag | HC | 183 Seiten | 20,00€ | ✼✼✼

Klappentext
In den Katakomben von Buchhaim erzählt man sich die alte Geschichte vom sprachmächtigen Drachen Nathaviel. Angeblich besteht er aus lauter Büchern, die von der mysteriösen Kraft des Orts durchströmt sind. Die Legende besagt, der Bücherdrache habe auf jede Frage die richtige Antwort. Der Buchfink Hildegunst Zwei, benannt nach dem zamonischen Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz, macht sich eines Tages auf den Weg in den Ormsumpf, wo Nathaviel hausen soll. Dabei wagt er sich in Bereiche der Katakomben, in denen es von Gefahren wie den heimtückischen Bücherjägern nur so wimmelt. Und er ahnt nicht, dass die größte Gefahr, die ihm droht, vom Bücherdrachen selber ausgeht.
Meine Meinung:
Ich bin eigentlich ein großer Fan der Geschichten von Walter Moers. Deswegen wollte ich dieses Buch lesen, ohne dass ich irgendetwas über das Buch wusste. Schon auf den ersten Seiten dachte ich, dass das so klingt, als könne wieder eine wirklich tolle zamonische Geschichte daraus werden. Doch leider konnte meine Euphorie absolut nicht anhalten. Fast das gesamte Buch besteht nur daraus, wie Hildegunst Zwei Hildegunst von Mythenmetz erzählt, was ihm der Bücherdrache erzählt hat. So viel Metakommunikation konnte auf Dauer nicht wirklich meine Aufmerksamkeit halten, gerade da die Erzählungen vom Drachen v.a. dessen Lebensgeschichte darstellen. Sehr schade, denn nicht nur ist das Buch wieder wunderschön mit vielen detailreichen Zeichnungen ausgeschmückt, auch der Schreibstil Moers' konnte mich wieder voll und ganz nach Zamonien ziehen. Ich liebe es, wie er mit Sprache und Bildern spielt und so eine wirklich einzigartige Welt schafft, jedes Mal wieder aufs neue. 
Aber ich schätze, zwischen so vielen Büchern, wie er bereits geschrieben hat, muss auch mal eins dazwischen sein, was mich nicht ganz so begeistern kann.
Fazit
Es ist definitiv kein schlechtes Buch und gerade Fans Zamoniens werden sicher dennoch ihre Freude mit dem Bücherdrachen haben, es ist allerdings wirklich kein spannender Page-Turner und ich hoffe, dass im nächsten Moers wieder ein wenig mehr Spannung und Aktion steckt.

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Andere Meinungen zu diesem Buch
Nicole Rensmann | Mind the Book



Vielen Dank an Thienemann-Esslinegr und den Penguin Verlag für die Rezensionsexemplare.

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