Rezension | Wir drei verzweigt


Wir drei verzweigt | Robin Benway | Magellan | HC | 368 Seiten | 18,00€ | ✼✼✼✼✼

Klappentext
Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren beiden Halbgeschwistern. Maya ist sofort Feuer und Flamme für ihre neuen Familienmitglieder, denn als einzige Dunkelhaarige in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe sucht sie schon lange nach jemandem, dem sie tatsächlich ähnlich sieht. Joaquin ist eher zurückhaltend, nach einem Leben in unzähligen Pflegefamilien und Heimen weiß er, dass er sich nur auf sich selbst verlassen kann. Beide sind nicht begeistert von Grace᾿ Wunsch, nach ihrer gemeinsamen Mutter zu suchen, denn sie fühlen sich von ihr im Stich gelassen. Aber Grace hat einen guten Grund dafür. Und als Maya und Joaquin die Wahrheit erfahren, lassen sie sich darauf ein. Doch was werden sie finden?

Meine Meinung:
Was für eine süße Geschichte! 
Schon so ziemlich von der ersten Seite an, war ich verliebt in dieses Buch. Die Autorin schafft es jedem der drei Protagonisten nicht nur ein eigenes Leben zu schenken, sondern auch eine ganz eigene Persönlichkeit. Zwar sind die Kapitel jeweils mit dem aktuellen Erzähler überschrieben, doch allein vom Ausdruck her wage ich zu sagen, ist jeder ganz für sich zu erkennen.
Grace hat gerade ein Kind bekommen und sich dazu entschlossen, es zur Adoption freizugeben. Sie selbst wurde von ihren Eltern adoptiert und nimmt das nun als Anlass, nach ihrer Mutter zu suchen. Dabei erfährt sie, dass sie zwei Geschwister hat, Maya und Joaquin. Zunächst einmal lernt sie die beiden kennen. Maya wurde ebenfalls adoptiert, während Joaq seit jeher von Pflegefamilie zu Pflegefamilie ging. Aktuell ist er bei einem Paar, dass ihn wirklich liebt, aber er traut dem nicht, wurde er doch schon oft genug enttäuscht.
Maya hingegen plagt es die Außenseiterin in der Familie zu sein. Und nun verstehen sich ihre Eltern auch nicht mehr.
Ihr seht, jeder hat sein Päckchen zu tragen und erst nach und nach lernen die drei einander zu vertrauen. Der Weg dahin ist für mich so realistisch beschrieben, wie selten. Viel zu oft habe ich bei Jugendbüchern das Gefühl, dass die Protagonisten sich entweder sofort vertrauen oder niemals. Beide Fälle halte ich einfach für wenig plausibel, denn ich würde ja auch nicht sobald ich jemanden kennenlerne ihm alle meine Geheimnisse erzählen. Auf der anderen Seite kann man sich das Vertrauen anderer natürlich durchaus verdienen und guten Freunden erzählt man dann tendenziell schon von seinen Problemen...
Was ich großartig fand, war der Umgang mit schwierigeren Themen in Wir drei verzweigt. Grace hat große Probleme damit, ihre Tochter weggegeben zu haben. Joaquin hat in seinen vielen Pflegefamilien häufig Dinge erlebt, die er nicht hätte erleben sollen und auch Maya hat es durch den vielen Streit ihrer Eltern und sich daraus ergebenden Problemen nicht immer leicht. Das alles wird sehr authentisch dargestellt, ohne zu verharmlosen oder zu übertreiben. So wirkt das ganze Buch auf eine seltsame Weise realistisch und bringt dem Leser diese Art Probleme viel näher.
Zu guter letzt möchte ich noch drauf hinweisen, dass die drei Protagonisten, ebenso wie einige Nebencharaktere, einfach nur großartig sind! Ich habe sie so ins Herz geschlossen und hätte auch nochmal so viele Seiten über sie gelesen. Das muss gar nicht groß spannender Kram sein, einfach nur ihr normales Leben und ich würde es definitiv lesen. (Das würde ich nicht häufig sagen...)
Fazit
Eine ganz klare Leseempfehlung von mir! Es ist ein herzerwärmendes, liebevoll erzähltes und einfach großartiges Buch. Ich kann es euch nur wärmstes ans Herz legen!

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Andere Meinungen zu diesem Buch
Piglet and her Books | Nightingale's Blog | Kielfeder


Vielen Dank an Magellan für dieses Rezensionsexemplar!

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